Und sei es......

„ und sei’s, dass man jeden Tag nur immer wieder zur gleichen Zeit ein und dasselbe tut, z.B. eine Tasse mit Wasser in die Toilette gießt……. es würde sich etwas verändern – ja, die Welt würde sich verändern! Es kommt nur darauf an, wie man es tut – und das man es tut".

(frei nach dem Epilog des Vaters mit dem Sohn aus dem Film „Opfer“ von Andreji Torkoswsky)

Ich schöpfe mit einer Tasse, Wasser aus einer Schüssel und trage die Tasse durch den Raum, entlang an dem Wandgemälde einer Buddhastatue und schütte das Wasser in einen Eimer. Dieses mache ich solange bis die Schüssel geleert ist. Dann gieße ich das Wasser zurück in die Schüssel und beginne von vorne.

In meiner performativen Arbeit beschäftige ich mich überwiegend mit Alltagshandlungen. Das alltägliche Tun wird erhoben zur künstlerischen oder rituellen Handlung.

In der Praxis des Zen-Buddhismus ist das Reinigen der Klosteranlage Bestandteil der spirituellen Arbeit. Das Putzen dient nicht nur der äußeren Reinigung, sondern steht auch für die Reinigung des Geistes. Wichtig ist mit welcher inneren Haltung eine Handlung durchgeführt wird – z.B. mit der Achtsamkeit in dem Augenblick nur bei einer Sache zu sein.