Sisypha

„Sisypha“

Dauer: 3 Stunden

Material:

Fünf Metalleimer, Wasser, Haushaltsreiniger, Bürste, Seife, Putzkleidung Seifenschale, Stuhl Schuhe, Unterwäsche, Kleid.

Ich putze den Gehweg der zum Frauenmuseum führenden Straße.

Am Weg stehen fünf mit Wasser gefüllte und mit Haushaltsreiniger versehene Eimer bereit.

Nachdem ich den Gehweg geschrubbt habe, gehe ich in den Innenhof des Frauenmuseums. Hier steht frisches Wasser bereit und saubere Kleidung. Ich ziehe die schmutzige Putzkleidung aus, wasche mich mit Wasser und Seife, trockne mich ab und ziehe frische Kleidung an.

Die Assoziationen und Gedanken die entstehen, wenn eine Frau auf den Knien auf der Straße herumrutscht und den Gehsteig mit einer Bürste schrubbt sind sicher eindeutig:

Erniedrigung, Frauenarbeit, Strafarbeit, alltägliches, dreckig, unten sein, Arbeit für Strafgefangene während des Naziregimes, Unterdrückung, eine verlorene Wette, überflüssig, lohnt sich nicht, wie kann man nur (Aussagen von Zuschauern).

Mit diesen Assoziationen im Spannungsfeld zwischen Alltagstätigkeiten und Kunstaktion spiele ich bei dieser Performance.

S

Frauenmuseum Bonn, 2001